Auszüge:

„Ich weine also, weil ich mich geliebt fühle. Ich weine, weil mich dieser Traum so glücklich macht. Kennen Sie, werter Freund, diese Form des Glücks durch Liebe? Mir scheint es vollkommen neu. Die Vernunft ist mir abhanden gekommen. Bislang war Glück schlicht der Besitz von Sicherheit jedweder Form. Regeln, so sie denn eingehalten werden, machten mich glücklich durch den Rahmen den sie formten, die Orientierung die sie gaben, den Takt den sie schlugen. Jetzt aber, wo ich geliebt bin hat jedwede Form von Sicherheit ihren Sinn verloren.

Ich bin eine weinende, glückliche Schwingtür. Ich bin das Meer in meinem Zimmer, der Wind zwischen den Blättern, bin der Baum, der Horizont, bin die Sonne. Ich bin die Hand die mich berührt und liebt, und ich bin nichts davon. Ich bin die Stille. Wenn ich eines mit Sicherheit sagen kann, dann ist es schlicht: Ich bin.“

Oliver Berner, Der Traum eines vernünftigen Menschen


„Zuhause angekommen lese ich einer Gewohnheit folgend die Nachrichten. Wie üblich sind sie geprägt von Informationen zur Corona Krise. Mein Freund, kannst Du Dir denken, wie fremd mir diese Nachrichten erscheinen? Nun, da ich die Essenz unseres Lebens kenne, da ich spüre, dass Gesundheit nur ein Resultat aus einem harmonischen Geben und Nehmen mit der Umgebung ist? Nun, da ich begriffen habe, dass wir alle eine Familie sind, nun, da klar ist, dass das Meer durch das wir schwimmen Liebe ist? Ich lese die Nachrichten, mein Freund, und da steht nichts als Krieg geschrieben! Wir sind im Kampf gegen den Virus, im Kampf gegen jene mit anderer Meinung, wir sind in einer heiligen Furcht der Wissenschaft vor dem Leben selbst, wir sind im Krieg! Wir brauchen Kontrolle, wir brauchen Technik, wir brauchen 5G, alles muss viel schneller gehen, wir brauchen Genmanipulation für unsere Körper und Chemikalien für die Landwirtschaft, wir brauchen Chemikalien für unsere Körper und Genmanipulation für die Landwirtschaft, wir brauchen all das so schnell als möglich, denn wir sind im Krieg! Im Krieg gegen das Leben selbst! Wir brauchen keine anderen Meinungen, denn andere Meinungen sind nur Störfelder eines irregeführten Feindes, es gibt nur eine Wahrheit, die unsere Wahrheit, und wir müssen schnell handeln, müssen gezielt handeln, und wir müssen den Gürtel enger schnallen, wir sind im Krieg!

Ich aber bin eine Schwingtür.

Diese Nachrichten, mein Freund, mein guter, lieber Freund, diese Nachrichten und all das Handeln das darauf baut erwirken genau das Gegenteil. Sie bauen Mauern, wo einst Schwingtüren waren. Sie isolieren, bauen Kerker, Käfige, Zwangsjacken für Seelen, die immer weiter in die Angst getrieben werden. Wie kann man etwas Glauben schenken, was nicht auf Liebe gründet? Ist nicht Liebe der Fixpunkt unserer Existenz, sollte Liebe nicht die Basis all unserer Entscheidungen sein? Wie können wir nur jenen vertrauen, die eben diese Trennungen verursachen? Sind wir nicht alle Sklaven dieser Menschen, die uns um unsere Verbindung zur Natur berauben?“

Oliver Berner, Der Traum eines vernünftigen Menschen


 

Pictor`s Wandel (und der Traum eines vernünftigen Menschen)

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